16. Der Buchdruck - die Revolution des Wissens

Shownotes

In dieser Folge tauchen wir ein in die Geschichte des Buchdrucks , eine der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit. Wir sprechen darüber, wie Johannes Gutenberg im Jahr 1450 mit seiner Technik das Wissen für breite Bevölkerungsschichten zugänglich machte und damit Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig veränderte.

Welche Auswirkungen hatte der Buchdruck auf Religion, Politik und Kultur? Und warum prägt er unsere Welt bis heute? Eine spannende Reise vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

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00:00:00: Wissenshelden – der Podcast, der spannendes Wissen einfach und verständlich erklärt.

00:00:06: Sorgweite recherchiert und in jeder Folge ein neues Thema zum Mitdenken!

00:00:11: Willkommen meine lieben zu neuen Folge von Wissenzhelden.

00:00:13: ich freue mich dass ihr heute wieder dabei seid.

00:00:15: In unserer heutigen Folge geht es um die Erfindung des Buchdrucks.

00:00:20: Dabei erzähle ich euch wie Wissen früher verbreitet wurde, warum Bücher einmal extrem selten und teuer waren und wie die Erfindung des Buchdrucks alles verändert hat.

00:00:29: Von Bildung über Religion bis hin zur Frage wer überhaupt bestimmt konnte was Menschen wissen dürfen.

00:00:35: Stell dir vor, wissen wäre nichts das man wie heutzutage einfach mal eben nachschaut!

00:00:39: Keinen schneller Griff ins Buchegal oder in eure Schulbücher?

00:00:42: Kein

00:00:42: Internet?!

00:00:43: Wenn du vor ein paar Hundert Jahren etwas wissen wolltest, war das eine ganz andere Welt.

00:00:48: Da konnte man nicht schnell googlen oder Chatchi-Biti fragen!

00:00:51: Und es gab auch keine Bücher, in denen man das nachschlagen konnte.

00:00:53: Bücher waren damals nicht einfach Alltagsgegenstände.

00:00:56: Sie waren extrem teuer, selten und sehr aufwendig herzustellen.

00:01:01: Wer etwas lesen wollte, brauchte überhaupt erst mal Zugang zu einem Buch.

00:01:04: Und oft auch Zugang zum jemandem der dieses Buch überhaupt lesen konnte.

00:01:08: Denn vor dem Buchdruck konnten nicht wie heute die meisten Menschen lesen sondern im Gegenteil nur sehr wenige konnten lesen nämlich vor allem Mönche Geistliche und Gelehrte.

00:01:16: Denn Bildung war selten uns sehr teuer und somit quasi der Elite... vorbehalten.

00:01:21: Das war aber sehr problematisch, denn wer lesen und sich bilden konnte, war natürlich im Vorteil und konnte so kontrollieren welches Wissen in Büchern überhaupt verbreitet werden

00:01:30: sollte.".

00:01:31: Vor allem die Kirche spielte dabei eine enorme Rolle.

00:01:34: Sie entschied nicht nur welche Texte kopiert wurden, sondern auch, welche Gedanken überhaupt verbreitet werden durften.

00:01:39: Wer lesen konnte und wer Zugang zu Büchern hatte war also nicht einfach nur eine Frage von Bildung – es war auch eine Frage der Macht!

00:01:45: Wissen bedeutete Einfluss und wer den Zugang zum Wissen kontrollierte, der kontrollierte oft mit wie Menschen die Welt verstanden.

00:01:52: Und dann kam im fünfzehnten Jahrhundert eine Erfindung, die dieses ganze System auf den Kopf stellte … nämlich der Buchdruck.

00:01:59: Plötzlich ließ sich ein Text viel schneller vervielfältigen.

00:02:02: Aus einem einzelnen Buch wurde ein Inhalt der sich dutzend, später hunderte und schließlich tausendfach verbreiten ließ.

00:02:09: Das veränderte nicht nur die Herstellung von Büchern sondern die gesamte Gesellschaft Und genau darum geht es in dieser Folge.

00:02:15: Wie schauen uns genau an, wie die Welt vor dem Buchdruck aussah?

00:02:18: Warum war diese Erfindung so revolutionär und wie konnte aus einer technischen Neuerung eine Veränderung entstehen, die Politik, Religion, Bildung und unser ganzes Denken für immer beeinflusst hat?

00:02:30: Aber um zu verstehen, warum der Buch druck so eine große Erfindung war müssen wir erstmal einen Schritt zurückgehen.

00:02:35: Denn erst wenn wir wissen wie schwierig das früher überhaupt war Wissen festzuhalten und weiterzugeben dann wird klar radikal diese Veränderungen wirklich wahr.

00:02:43: also Wir gehen mal zurück in die Zeit in der Bücher nicht einfach produziert wurden sondern fast wie kleine Kunstwerke entstanden.

00:02:50: Das war eine zeit in der jedes einzelne exemplar in Handarbeit gearbeitet wurde.

00:02:54: Bildung war für die meisten Menschen noch sehr weit entfernt.

00:02:58: Bevor Gutenberg und der Buchdruck die Welt verändert haben, war ein Buch nichts, das man einfach schnell herstellen konnte.

00:03:05: Das war ein richtiges Großprojekt!

00:03:06: Wer einen Text besitzen wollte musste ihn entweder selbst abschreiben oder jemanden damit beauftragen – und das dauerte und zwar sehr lange.

00:03:13: Und im Mittelalter war das so, dass die Bücher in Klöstern kopiert wurden.

00:03:17: Zumindest meistens.

00:03:18: Da haben Mönche in diesen Schreibstuben gearbeitet, die hießen auch Skriptorien und diese Räume waren sowas wie die damaligen Textwerkstätten.

00:03:26: Da saßen Schreiber stundenlang an Tischen mit Feder- und Tinte wohlgemerkt.

00:03:30: Die hatten ja noch keine Kugelschreiber und die hatten wahnsinnig viel Geduld.

00:03:33: also die haben wirklich Seite für Seite Bibeln, Gebete, gelehrte Texte und manchmal auch Schriften aus der Antike abgeschrieben.

00:03:41: Jeder einzelne Buchstabe wurde also von Hand geschrieben.

00:03:43: Dabei konnte leicht etwas verrutschen, ein Wort vergessen werden oder einen Satz wurde falsch übernommen.

00:03:49: Ein Fehler wanderte dann von einer Kopie zu Nächsten.

00:03:52: Jeder Abschreibvorgang war nicht nur mühsam sondern auch fehleranfällig Und genau das machte die Bücher so kostbar.

00:03:58: Schon das Material war teuer, Pergament also das war bearbeitete Tierhaut war aufwendig in der Herstellung.

00:04:03: Papier setzte sich zwar später auch stärker durch, war aber noch lange kein Massenprodukt.

00:04:09: und dazu kam dann die Arbeitszeit.

00:04:10: wenn ein Schreiber Wochen oder Monate an einem einzigen Werk saß Dann war schon klar dass ich es nicht jeder leisten konnte.

00:04:18: Deshalb gehörten Bücher gar nicht in den Alltag der meisten Menschen, nicht so wie wir das heute kennen.

00:04:22: Ich bin mir sicher ihr habt allen Bücheregalen in eurem Zimmer, wo ihr eure Lieblingsbücher aufbewahrt.

00:04:26: Das gab es damals nicht und die meisten konnten ohnehin nicht lesen.

00:04:30: Bildung war damals ein Privileg, aber auch wer lesen konnte hatte noch lange nicht automatisch Zugang zu Büchern.

00:04:36: Wissen wir etwas das in engeren Kreisen zirkulierte?

00:04:38: Also nur in der Kirche an Höfen und Universitäten untergelehrten und reichen also nur die ganz privilegierten, die konnten überhaupt lesen und konnten sich bilden!

00:04:48: Und das bedeutete auch dass die Welt nicht nur langsamer war sondern sie war auch irgendwie abgeschottet.

00:04:54: wenn ein Text irgendwo entstanden ist dann braucht es ewig bisher einen anderen Orten auftaucht.

00:04:59: Und wenn ein Buch nur in wenigen Exemplaren existierte, dann konnte es auch leicht verschwinden.

00:05:04: Es konnte beschädigt werden oder einfach in einer Bibliothek untergehen.

00:05:08: und jetzt kommen wir zu einem wichtigen Punkt.

00:05:10: Nämlich wäre das Ganze kontrollierte.

00:05:12: Die Kirche spielte vor dem Buchdruck nämlich eine riesige Rolle bei der Verbreitung von Wissen.

00:05:17: Das hatte einerseits praktische Gründe, weil Klöster im Zentren des Schreibens und Aufbewahrens waren andererseits bedeutet es aber auch sehr viel Macht Denn wenn nur wenige Orte Texte kopieren und weitergeben konnten dann entschieden eben auch nur diese wenigen Stellen was überhaupt bekannt werden sollte.

00:05:33: Welche Schriften sind denn überhaupt wichtig?

00:05:34: Und welche Ideen gelten als richtig?

00:05:36: Welche Texte sollen von allen gelesen werden?

00:05:39: Und da lag ein gesellschaftliches Problem, denn wollen wir uns alles von der Kirche aufdiktieren lassen?

00:05:44: Irgendwie nicht.

00:05:45: Wissen war also nicht neutral verteilt sondern sehr stark kontrolliert und das heißt nicht dass alles von dieser Kirche versteckt wurde oder so.

00:05:52: aber sie hatte sehr viel Einfluss darauf was bewahrt und weitergegeben wurde und das konnte dazu führen dass neue oder kritische Ideen langsam oder gar nicht verbreitet wurden.

00:06:01: wer eine kritische Meinung zum Beispiel hat er hat es nicht so leicht gehabt die zu verbreiten Weil der Zugang zu den Texten ja begrenzt war und dann eben auf einer Kirche kontrolliert wurde.

00:06:09: Und so entsteht ein System, in dem Wissen nicht einfach ein öffentliches Gut ist sondern etwas das von Machtstrukturen mitbestimmt wird.

00:06:17: Genau deshalb war der Buchdruck später so explosiv.

00:06:19: es machte nämlich diese Kontrolle schwieriger!

00:06:22: Jetzt kommen wir zu Johannes Gutenberg und zu seiner Idee.

00:06:25: Johannes Gutenberg stammte aus Mainz und arbeitete im XV Jahrhundert an einer Lösung, die nicht einfach nur clever war sondern wirklich die Welt verändern sollte.

00:06:33: Gutenberg war zwar nicht der erste Mensch, der irgendetwas gedruckt hat Drucktechniken gab es schon früher auch in anderen Teilen der Welt aber Gutenberg gelang es mehrere technische Ideen so zu kombinieren dass daraus ein wirklich brauchbares System wurde.

00:06:46: Und genau das war der entscheidende Punkt.

00:06:48: er hat nicht nur den Druck als Idee gehabt Sondern er hat auch wirklich geschafft dieses Verfahren umzusetzen funktionierte und die Massenverfielfältigung von Texten erlaubte.

00:06:58: Und das Herzstück war quasi der Druck mit beweglichen Buchstaben!

00:07:02: Das bedeutet, dass man zum Beispiel statt eine Seite aus Holz zu schnitzen, die man dann ja auch vervielfältigen konnte, setzte man einzelne Buchstaben aus Metall zusammen.

00:07:12: Damit konnte ein Text beliebig mal gedruckt werden und danach konnte man die Buchstammen wieder auseinandernehmen und neu verwenden für neue Buchstabe und Worte.

00:07:19: Das war genial weil es viel flexibler, schneller und auf Dauer viel günstiger war als das handschriftliche Kopieren.

00:07:25: Und dazu kam dann eine spezielle Druckerpresse, die den Text gleichmäßig auf Papier oder auf Pergament übertrug.

00:07:31: Die Druckfarbe konnte auch angepasst werden damit sie gut auf den Metallbuchstaben hielt und sauber auf das Papier übertragen wurde.

00:07:37: Alles zusammen ergab also ein System, dass nicht nur einzelne Experimente ermöglichte sondern wirklich nutzbar war.

00:07:44: Das Ganze war aber nicht einfach eine spontane Eingebung von Gutenberg.

00:07:47: Er hat da jahrelang experimentiert und getestet und immer wieder alles verbessert.

00:07:52: er brauchte aber Geld Für Werkzeuge, Material und Leute die für ihn mitarbeiteten.

00:07:57: Und das war sehr teuer.

00:07:58: Deshalb war er auf Unterstützer angewiesen.

00:08:01: Einer davon war Johannes Fust.

00:08:03: Genau da wurde es ein bisschen kompliziert.

00:08:05: Denn wenn Innovation Geld kostet, entsteht oftmals einen Streit über Besitz und Kontrolle.

00:08:10: Der Gutenberg hatte zwar die Idee, konnte's aber nicht umsetzen weil ihm das Geld fehlte.

00:08:14: Jetzt kam der Fust und sagt ich hab das Geld, ich geb's dir!

00:08:17: Aber dann möchte ich dass der Buchdruck auch zum Teil mehr gehört.

00:08:20: Technik ist eben nie einfach nur Technik.

00:08:22: Dahinter stehen also immer auch Menschen, die Geld haben und eigene Interessen haben.

00:08:26: aber Gutenberg brauchte Unterstützung.

00:08:28: Deshalb hat er das Geld von Johannes Fust angenommen.

00:08:30: Vermutlich wollte er aber auch die Kontrolle über seine Erfindung behalten was später zu Konflikten führte, die für ihn persönlich ziemlich schmerzhaft waren.

00:08:38: am Ende verlor Gutenberg dabei wohl sogar die Kontrollen über einen Teil seiner eigenen Werkstatt und seines Projekts Und das war für ihn ein sehr harter Rückschlag.

00:08:46: Jetzt kommen wir mal zu den ersten Drucken.

00:08:49: Zu den frühen Druckerzeugnissen aus Gutenbergs Umfeld gehörten unter anderem gedruckte Ablassbrief.

00:08:55: Das kennen wir heute gar nicht mehr so richtig, das ist auch nicht besonders spannend aber historisch ist es wichtig.

00:09:00: Ablass Briefe waren kirchliche Dokumente Aber der Druck von solchen Texten zeigt dass der Buchdruck nicht nur für große Bücher da war sondern schon früh auch für einzelne Dokumete verwendet wurde.

00:09:09: Und dann kam das berühmteste Werk dieser früheren Zeit, nämlich die Gutenberg Bibel.

00:09:14: Sie wurde in den vierzehnhundertfünfziger Jahren gedruckt und gilt als Meisterwerk – nicht nur weil sie technisch so beeindruckend ist sondern auch weil sie gezeigt hat wie hochwertig Druck schon damals sein konnte.

00:09:24: Das war kein billiger Schnellschuss, sondern ein extrem anspruchsvolles Projekt!

00:09:29: Die Gutenberg-Bibel ist deshalb so berühmt, weil sie sinnbildlich für den Übergang in eine neue Zeit steht.

00:09:34: Aus handgeschriebenen Einzelstücken wurden reproduzierbare Texte das Wissen sich vervielfältigen lässt und für eine viel breitere Masse zugänglich wird.

00:09:44: Aber ich habe es ja eben schon mal angeteasert, die Geschichte ist nicht nur eine Erfolgserzählung.

00:09:48: Gutenberg geriet dann nämlich doch noch in finanzielle und rechtliche Schwierigkeiten.

00:09:52: Der Streit mit Johannes Fußt ist ein gutes Beispiel dafür wie so einen Innovationsprozess ablaufen kann.

00:09:58: Fußt verklagte Gutenberg nämlich!

00:10:00: Es ging um geliehendes Geld dass Gutenberg anscheinend nichts zurückgezahlt hat und am Ende auch um die Kontrolle über die Druckerei.

00:10:08: Gutenberg konnte die Forderung nicht erfüllen und verlor dadurch einen großen Teil seiner Arbeit.

00:10:12: Das ist schon fast ein bisschen tragisch, denn er hat ja wirklich etwas Revolutionäres entwickelt und am Ende profitiert jemand anderes mit.

00:10:19: aber so läuft das in der Geschichte oft Erfinder sind nicht immer die, die am meisten profitieren Denn man braucht einfach Unterstützung wenn man eine gute Idee umsetzen möchte.

00:10:28: Aber trotzdem bleibt Gutenbergs Leistung riesig, denn die Idee war jetzt draußen Und sie ließ sich auch nicht mehr zurückholen.

00:10:34: Und spätestens jetzt sollte eigentlich klar sein, warum der Buchdruck wirklich so ein Einschnitt in die Gesellschaft war.

00:10:41: Es war nicht einfach nur günstiger Bücher zu machen sondern es hat die Art verändert wie Menschen mit Wissen umgehen.

00:10:47: also erstens Texte konnten sich schneller und in größerer Zahl verbreiten.

00:10:50: Das bedeutet, dass Ideen nicht mehr an wenigen Orten festhängen.

00:10:54: Und zweitens Bücher wurden nach und nach günstiger – das machte Lesen lernen und Bildung für Menschen überhaupt erst denkbar!

00:11:01: Und drittens der Buchdruck veränderte die Machtverhältnisse.

00:11:05: Wenn mehr Menschen Texte selbst lesen und schreiben konnten, waren sie weniger darauf angewiesen, dass jemand etwas mündlich erklärt oder vorfiltert.

00:11:13: Und viertens, es wurde schwerer, unliebsame Ideen einfach verschwinden zu lassen.

00:11:17: Man konnte sich also plötzlich kritisch äußern und das Niederschreiben und verbreiten.

00:11:21: Und gedruckte Texte ließen sich eben schneller verbreitet als Behörden sie wieder einsammeln konnten.

00:11:26: Was einmal gedruckt war, konnte weiterwandern nachgedruckt und verteilt werden.

00:11:30: Genau deshalb war der Buchdruck eine Medienrevolution.

00:11:34: Deshalb hat er ja auch Folgen für Religion, Politik und Gesellschaft.

00:11:38: Besonders deutlich würde das Problem als religiöse Kritiker ihre Textedrucken ließen Und ihre Ideen damit schnell verbreiten konnten.

00:11:44: Das hatte enorme Auswirkungen, plötzlich erreichten Streitfragen die vorher vielleicht nur in Universitäten diskutiert worden wären sehr viele Menschen.

00:11:51: Das veränderte die öffentliche Debatte und es zeigt auch dass der Buchdruck nicht nur Wissen verbreitet sondern auch Konflikte verstärkt Denn wenn Menschen dieselben Texte lesen können sie sich auch gemeinsam aufregen.

00:12:01: Sie können zustimmen, Sie können widersprechen darüber diskutieren.

00:12:03: Für die Kirchenleitung und für viele Herrschende war das erstmal ein Problem denn mit dem Druck verlore man eben dieses Stück Kontrolle und genau deshalb kam relativ früh auch Versuche auf, diese Drucke zu überwachen, zu zensieren und verbotene Texte zu unterdrücken.

00:12:17: Man kann also zusammenfassend sagen der Buchdruck hat jetzt nicht einfach nur Bücher verändert sondern er hat verändert wie Gesellschaften denken.

00:12:26: wir sind dadurch viel mehr in Richtung der Demokratie gegangen.

00:12:29: sobald Texte massenhaft verbreitet werden können entsteht eben auch Öffentlichkeit und sobaldd öffentlichkeit entsteht wird eine einzelne Macht angreifbar und das ist so wahnsinnig wichtig Und das ist wohl der größte Unterschied zwischen vorher und nachher.

00:12:41: Für uns ist das heute selbstverständlich, ganz klar Bücher werden gedruckt.

00:12:45: Natürlich gibt es Druckereien natürlich kann man Inhalte schnell verfielfältigen.

00:12:49: wir gehen ja heute noch weiter Wir brauchen keine Bücher mehr dafür, wir haben ja Social Media.

00:12:53: Aber damals war das wirklich ein ganz radikaler Bruch.

00:12:56: vor Gutenberg war alles so langsam und ganz selten und stark kontrolliert und danach wurde pö a pö Alles viel zugänglicher Und deshalb ist der Buchdruck nicht nur eine coole Erfindung, sondern wirklich ein wichtiger Wendepunkt der Menschheitsgeschichte.

00:13:12: Deswegen war mir auch so wichtig die Folge darüber zu machen, weil uns das natürlich... Das ist auch wieder eines dieser Beispiele was uns heutzutage gar nicht bewusst ist.

00:13:19: Wir nehmen Bücher als selbstverständlich und es ist ja auch schön und gut so.

00:13:23: Aber ich finde man sollte mal wissen wie die Zeit so war bevor es diese Bücher gab Finde ich schon ziemlich krass!

00:13:29: Und damit sind wir auch am Ende der Folge angekommen.

00:13:32: Ich hoffe ihr habt's genauso interessant gefunden wie ich.

00:13:34: Wir hören uns in der nächsten Folge wieder, da bringe ich euch natürlich ein ganz spannendes Thema mit.

00:13:39: Bis dahin!

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