11. Die große Hungersnot 1315
Shownotes
Zwischen 1315 und 1317 erlebte Europa eine der schlimmsten Hungersnöte des Mittelalters. Schlechte Ernten, Dauerregen und kaltes Wetter führten zu einer Hungersnot, die Millionen Menschen in Not stürzte. Felder brachten kaum Nahrung, die Preise für Getreide stiegen ins Unermessliche, und viele Menschen litten Hunger. Manche verhungerten, andere wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
In dieser Folge reisen wir zurück ins frühe 14. Jahrhundert und beleuchten die Große Hungersnot 1315–1317. Du erfährst heute:
- Welche klimatischen und wirtschaftlichen Faktoren die Katastrophe auslösten
- Wie die Hungersnot das Leben der Menschen beeinflusste – von Alltag, Ernährung bis hin zu Migration
- Welche politischen und sozialen Folgen die Not hatte und wie Herrscher und Gemeinschaften darauf reagierten
- Wie diese historische Katastrophe langfristige Spuren in Gesellschaft, Landwirtschaft und Handel hinterließ
Diese Episode zeigt, dass Hunger nicht nur ein individuelles Schicksal war, sondern tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte mittelalterliche Gesellschaft hatte – und dass wir aus der Geschichte wichtige Lehren ziehen können.
Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn gern und hinterlasse eine Bewertung! Folge uns für noch mehr Infos auf Instagram: 👉 https://www.instagram.com/wissenshelden?igsh=eGV2enY1dGdtc3Fp&utm_source=qr
Hier gibt es Hintergrundinfos zu den Folgen – und Platz für Fragen und Diskussionen.
Quellen:
- Historische Berichte
- Dokumentationen über Hungersnöte
- https://geschichte-sciodoo.de/grosse-hunger/
- https://biologyinsights.com/the-great-famine-1315-health-implications-and-climate-clues/
Transkript anzeigen
00:00:01: Wissenshelden – der Podcast, der euch spannendes Wissen einfach unverständlich näher bringt.
00:00:08: Sorgfältig recherchiert und alle zwei Wochen eine neue Folge zum Mitdenken!
00:00:14: Und damit willkommen zurück meine Lieben bei Wissenzhelden eurem Podcast für spannende Geschichten aus dem Weltgeschehen und echtes Wissen das euch weiterbringt.
00:00:23: Schön, dass ihr heute wieder rein hört.
00:00:24: Hier geht es wie immer alle vierzehn Tage um ein spannendes Thema aus der Welt und der Geschichte – und heute sprechen wir über die Hungersnot im Jahr thirteenhundertfünfzehn.
00:00:33: Wir tauchen ein in Europas dunkelste Zeit!
00:00:37: Und zuallererst werden wir da einen ganz kleiner Zeitvergleich wichtig… denn Das Jahr is ziemlich weit weg, das ist über siebenhundert Jahre her.
00:00:46: Damals gab es keine Autos, keinen Strom, keine Supermärkte und natürlich auch kein Internet – Europa sah auch völlig anders aus!
00:00:54: Die meisten Menschen lebten auf dem Land und arbeiteten in der Landwirtschaft.
00:00:58: Ihr Leben hing fast komplett davon ab ob die Ernte gut oder schlecht ausfiel.
00:01:02: Und genau in dieser Zeit begann eine der größten Katastrophen des Mittelalters.
00:01:09: Stell dir vor, es ist der Frühsommer des Jahres.
00:01:14: Du lebst mit deiner Familie in einem kleinen Ort irgendwo im heutigen England, Frankreich oder im Gebiet des damaligen Heiligen Römischen Reiches.
00:01:22: Dein Alltag ist anders als du ihn von heute kennst – er besteht wie ich ja eben schon gesagt habe aus Arbeiten immer helfen und überleben und alles hängt von der Ernte ab.
00:01:32: Normalerweise bringt der Monat Juni Sonne und Wärme doch in diesem Jahr kommt der Sommer einfach nicht.
00:01:38: Es regnet.
00:01:40: Zuerst denkt niemand an eine Katastrophe oder an irgendwas Schlimmes, ein Nasserfrühling ist unangenehm aber nicht ungewöhnlich – Aber der Regen hört einfach nicht auf!
00:01:49: Tage werden zu Wochen, Wochen zu Monaten die Wege verwandeln sich in Schlammen Die Felder stehen unter Wasser Das Getreide keimt schlecht Oder beginnt direkt am Boden zu verfaulen.
00:02:00: Für uns heute wäre das vielleicht ärgerlich.
00:02:02: für die Menschen im Jahr thirteenhundertfünfzehn ist es essentiell Denn wenn die Ernte ausfällt gibt es kein Essen.
00:02:07: Was nun beginnt, ist eine der größten Krisen des europäischen Mittelalters.
00:02:12: Die große Hungersnot von thirteenhundertfünfzehn bis treizehundertsebzehn mit spürbaren Folgen noch bis treizendhundertachzehn.
00:02:19: Historiker gehen davon aus, dass in den betroffenen Regionen zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung starben.
00:02:25: Das entspricht mehreren Millionen Menschen und ist alles nur wegen des anhaltenden Regens.
00:02:31: Um zu verstehen warum diese Wetterphase so verheerend wurde müssen wir uns Europa um thirteenhundert etwas genauer anschauen.
00:02:38: Die Jahrhunderte zuvor waren vergleichsweise mild gewesen.
00:02:41: Die Temperaturen lagen etwas höher als in späteren Jahrhunderten und die Landwirtschaft profitierte davon.
00:02:46: Felder wurden noch verstärkter gerodet, neue Felder wurde angelegt und More wurden trocken gelegt.
00:02:52: Die Bevölkerung wuchs stark was dazu führte dass Städte expandierten und Märkte florierten.
00:02:58: Europa war also im Aufschwung.
00:03:00: doch dieses Wachstum hatte eine Schattenseite.
00:03:02: Man bewirtschaftete immer schlechtere Böden.
00:03:05: Viele Regionen arbeiteten damals am Ertragslimit, es gab also kaum Puffer für schlechte Jahre.
00:03:11: Die Hungers notraf große Teile Nord- und Westeuropas unter anderem England Frankreich Deutschland die Niederlande sowie Teile von Skandinavien und Polen.
00:03:21: Besonders hart traf es ländliche Gebiete.
00:03:23: dort lebten etwa achtzig bis neunzig Prozent der Menschen direkt von der Landwirtschaft.
00:03:28: ein Auswahl bedeutete immer unmittelbaren Hunger.
00:03:31: Moderne Klimaforscher sehen die Jahre um thirteenhundertfünfzehn als Teil eines Übergangs in eine kühlere Phase, die später als kleine Eiszeit bezeichnet wurde.
00:03:41: Das war keine dramatische Eiszeit wie in der Urgeschichte!
00:03:44: Die durchschnittlichen Temperaturen sanken nur im wenige Zehntel Grad – aber das Entscheidende war nicht nur die Temperatur, es war den Niederschlag.
00:03:52: Zwischen treizehundertvierzehn und treizehnhundessechzehn kam es in vielen Regionen zu außergewöhnlich regenreichen Sommern.
00:03:59: Es regnete teilweise monatelang.
00:04:01: Für die Menschen damals war das unerklärlich, sie konnten ja noch keine Wetterkarten lesen und keine Klimadaten auswerten – die haben nur gesehen der Himmel ist halt grau!
00:04:09: In den Alpen begannen Gletscher wieder zu wachsen Flüsse führten mehr Wasser und Felder verwandelten sich in Simfe Und das über mehrere Jahre hinweg.
00:04:18: Die meisten Menschen lebten im Mittelalter von Getreide.
00:04:21: Das waren Weizen, Roggen, Gerste.
00:04:24: Die bildeten die Grundlage der Ernährung damals.
00:04:27: Daraus machte man dann Brot oder Brei, die fast jede Mahlzeit bestimmten.
00:04:31: Dazu kamen Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen ein bisschen Gemüse und gelegentlich Milchprodukte.
00:04:37: Fleisch war für die meisten Menschen eher selten.
00:04:40: Damals nutzte man die sogenannte Dreifelderwirtschaft.
00:04:44: Da wurde ein Feld mit Wintergetreide bestellt, eine andere mit Sommergetreiden und ein drittes wurde gar nicht bestellt damit sich der Boden erholen konnte.
00:04:52: Dieses System war für die damalige Zeit recht effizienter, aber es bot kaum Reserven – denn die meisten Bauern lebten am Existenzminimum.
00:04:59: In guten Jahren reichte die Ernte so geradeaus für das Saatgutes nächstes Jahres, für Abgaben an ihre Grundherren und für die eigene Familie.
00:05:07: Viel blieb dabei nicht übrig und damit eben auch wenig was man für schlechte Zeiten zurücklegen konnte….
00:05:12: Und um zu verstehen, warum Bauern überhaupt Abgaben leisten mussten muss man sich das damalige Gesellschaftssystem ein bisschen anschauen.
00:05:19: Das sogenannte Voldalsystem.
00:05:21: In dieser Ordnung gehörte das Land meist nicht den Bauern selbst, es gehörten dem Adel der Kirche oder dem König.
00:05:27: Bauern durften das Land bewirtschaften aber sie waren dafür verpflichtet einen Teil ihrer Ernte abzugeben und diese Abgaben waren dann so eine Art Miete für das Land auf dem Sie lebten und arbeiteten.
00:05:37: Das bedeutete aber auch dass selbst wenn die Ernte schlecht war viele Bauern trotzdem ein großen Teil von ihre Ernte abgegeben mussten.
00:05:43: Für sie blieb also noch weniger übrig Adelige Grundherren, Klöster und wohlhabende Händler hatten dagegen oft größere Vorräte.
00:05:50: Sie besaßen mehr Land, bekamen Abgaben von den Bauern und konnten deshalb mehr Getreide lagern oder aufkaufen.
00:05:56: Ein weiteres Problem war aber auch dass Getreides sich nur begrenzt überhaupt lagern ließ.
00:06:01: Die Vorratslager waren oft feucht Mäuse- und Ungezieferfraßen einen großen Teil der Ernte und Schimmel konnte große Mengen unbrauchbar machen.
00:06:08: Große sichere Speicher oder moderne Kühlung so wie wir es heute kennen das gab es damals ja noch nicht.
00:06:14: Wenn also mehrere schlechte Ernten hintereinander auftraten, dann wurde es schnell gefährlich.
00:06:18: und genau das geschah Anfang des vierzehnten Jahrhunderts.
00:06:21: Mehrere Jahre hintereinander waren ungewöhnlich kalt und regnerisch – Felder standen unter Wasser, Ernten verfolten.
00:06:28: Wenn bereits im ersten schlechten Jahr die Vorräte aufgebrocht sind bleibt im zweiten oder dritten Jahr einfach nichts mehr übrig.
00:06:33: Und in Sommerdreizendhundertfünfzehn verfolte das Getreide vielerorts aufgrund der Feuchtigkeit schon auf den Feldern.
00:06:39: Heu konnte ebenfalls nicht richtig trocknen, wodurch auch das Vieh weniger Futter bekam.
00:06:44: Kühe und Schafe wurden dadurch geschwächt oder mussten sogar notgeschlachtet werden – und das verschärfte die Lage zusätzlich, denn weniger Vieh bedeutete weniger Milch, weniger Fleisch und weniger Dünger für kommende Jahre.
00:06:55: Die Getreidepreise stiegen wegen des mangelnden Angebots rapide.
00:06:59: In manchen Regionen verdoppelten oder verdreifachten sie sich innerhalb kurzer Zeit.
00:07:03: Für arme Familien bedeutet es, dass selbst wenn doch etwas zu kaufen war konnten Sie sich nicht leisten.
00:07:09: Die Menschen begannen, Habseligkeiten wie Werkzeuge oder sogar Tiere zu verkaufen.
00:07:13: Manche schicken ihre Kinder als Dienstbote in andere Haushalte um wenigstens sie zu versorgen.
00:07:18: Das müsst ihr euch mal vorstellen.
00:07:19: In eurem Alter müsst ihr an einen anderen Haushalt gehen und da als Dienstboote arbeiten.
00:07:24: Aber das war ohnehin eine andere Zeit.
00:07:26: In derzeit hat man in dem Alter ja sowieso schon gearbeitet Und Hunger bedeutete zwar nicht sofort tot aber er bedeutette Schwäche und langsam es auszählen und dem Hunger folgten Schnellkrankheiten.
00:07:39: Denn der Hunger schwächt den Körper so stark, dass selbst einfache Krankheiten lebensgefährlich werden – vor allem wenn man solange hungert!
00:07:47: Unterernährte Menschen haben ein geschwächtes Immunsystem.
00:07:50: Ihr Körper hat kaum Energie um Infektionen zu bekämpfen und genau das geschah während der großen Hungersnot.
00:07:55: Chroniken aus dieser Zeit berichten von zunehmenden Krankheiten besonders von schweren Durchfallerkrankungen.
00:08:02: Ein wichtiger Grund dafür war auch die Hygiene.
00:08:04: Damals gab es kaum sauberes Trinkwasser, das war gar nicht selbstverständlich und die meisten Menschen holten ihr Wasser aus Brunnen, Quellen oder Flüssen.
00:08:12: In den Städten gab es manchmal öffentliche Brunne auf dem Land oft einfache Dorfbrunnen aber diese Wasserkwellen konnten leicht verunreinigt werden.
00:08:21: Misthaufen, Tierstelle oder Latrinen lagen gar nicht soweit auseinander und wenn Regen das Wasser durch den Boden spülte dann konnten Keime in diese Brunnan gelangen.
00:08:30: Auch die allgemeine Hygiene war damals noch begrenzt.
00:08:33: Es gab zwar schon Seife, also man kannte Seife im Mittelalter aber sie wurde aus Tierfett und Asche hergestellt und sie war auch nicht immer verfügbar und wurde nur sehr sparsam verwendet.
00:08:41: Und es gab keine moderne Kanalisation, keine Wasserleitungen und keine Kenntnisse über Bakterien oder Krankheitserreger.
00:08:48: Wenn Menschen dann durch Hunger geschwächt waren und gleichzeitig verschmutztes Wassertranken oder sich Krankheiten ausbreiteten konnten selbst eigentlich über lebensfähige Infektionen Tödlich enden.
00:08:58: Besonders betroffen waren Kinder und ältere Menschen, ihre Körper hatten einfach weniger Kraft den Hunger und die Krankheiten gleichzeitig zu überstehen.
00:09:06: Historiker schätzen heute das in denen von der Hungersnot betroffenen Regionen zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung starben.
00:09:12: Das entspricht etwa drei bis sieben Millionen Menschen eine enorme Zahl für das damalige Europa.
00:09:18: Die meisten Kriege damals haben viel weniger Opfer gefordert als die Hungersnote Und mit der zunehmenden Nahrungsknappheit veränderte sich auch das Verhalten der Menschen.
00:09:27: Hunger bedeutet nicht nur einen leeren Magen zu haben, sondern er erzeugt auch Angst und Sicherheit und Verzweiflung.
00:09:33: Wenn es essen knapp wird dann beginnt so ein bisschen Konkurrenz.
00:09:36: Jeder versucht für seine Familie genug zu bekommen.
00:09:39: stellt ihr einen Markttag in so eine mittelalterlichen Dorf vor.
00:09:42: Vielleicht habt ihr das mal an einer Serie oder einem Film gesehen?
00:09:44: Ein Händler bringt ein Wagen mit Getreide und normalerweise würde es reichen um mehrere Familien zu versorgen, aber in einem Hungersjahr warten viel mehr Menschen darauf.
00:09:53: Aber die Preise sind hoch und viele können sich das Getreide kaum noch leisten.
00:09:57: Menschen drängen sich um den Wagen, manche bitten um ein wenig Mehl, andere streiten mit dem Händler – wer kein Geld hat geht oft mit leeren Händen nach Hause, hat aber wiederum Hunger und weiß dass seine Kinder zuhause sind, die auch wieder Hunger haben.
00:10:07: Und in vielen Regionen kam es deshalb zu Diebstählen, Plünderungen und Konflikten um Vorräte.
00:10:13: Herrscher haben zwar versucht einzugreifen, indem sie zum Beispiel versucht haben Preise zu regulieren oder den Export von Getreide in andere Länder zu verbieten.
00:10:21: Aber ihre Möglichkeiten waren begrenzt und oft konnten Sie die Lage kaum kontrollieren.
00:10:25: In England zum Beispiel ließ etwa der zweite damals öffentliche Gebete anordnen.
00:10:31: Für viele Menschen lag eine religiöse Erklärung nahezu.
00:10:33: Sie haben geglaubt, dass Gott sie für ihre Sünden bestraft mit dieser Hungersnot.
00:10:37: Einige Kroniken berichten außerdem von besonders verzweifelten Taten.
00:10:41: in ganz seltenen Fällen ist sogar von Cannibalismus die Rede vor allem in besonders schwer betroffenen Regionen.
00:10:46: solche Berichte sind schwer zu überprüfen und sie könnten auch übertrieben sein.
00:10:50: also man weiß tatsächlich nicht ob es wirklich so war aber allein diese Berichte darüber zeigen Wie tief die Hungersnot des Sicherheitsgefühl der Menschen erschütterte damals?
00:10:59: Die Hungersnote endete nicht von einem Tag auf den anderen.
00:11:03: Erst ganz allmählich besserte sich die Lage, als ich auch das Wetter wieder stabilisierte und die Ernten langsam zurückkehrten – doch Europa war nach diesen Jahren nicht mehr dasselbe.
00:11:12: Das starke Bevölkerungswachstum, das die Jahrhunderte zuvor geprägt hatte, kam zum Stillstand.
00:11:16: Viele Regionen blieben wirtschaftlich geschwächt.
00:11:19: Zahlreiche Familien waren verschuldet und vielerorts litt auch das Vertrauen in politische und kirchliche Autoritäten.
00:11:24: Für viele Menschen hatte sich gezeigt, dass selbst Könige, Führsten oder die Kirche eine solche Krise gar nicht verhindern konnten.
00:11:30: Und nur wenige Jahrzehnte später traf Europa eine neue Katastrophe.
00:11:35: Ab und ab den Kanten hat sich die Pest über dem Kontinent ausbreitet.
00:11:39: Darüber wird es auch eine Folge geben, da würde ich jetzt gar nicht so intensiv darauf eingehen aber sie traf auf eine Gesellschaft, die bereits erlebt hatte wie schnell Hungerkrankheit um Tod ganze Regionen verändern konnten.
00:11:49: Und die Hungersnot war zwar nicht die Ursache der Pest, aber beide Ereignisse machten etwas deutlich.
00:11:55: Das mittelalterliche Europa war verletzlich.
00:11:57: ein paar Jahre schlechtes Wetter oder eine Krankheit konnten ausreichen um das Leben von Millionen Menschen grundlegend zu verändern.
00:12:04: So und was können wir jetzt daraus lernen?
00:12:06: Die große Hungersnote erinnert uns daran wie verletzlich das Leben im Mittelalter war und sie zeigt uns wie gut es uns heute eigentlich geht.
00:12:14: Für die meisten Menschen damals hingen alles von einer einzigen Sache ab Der Ernte.
00:12:18: Wenn das Getreide wuchs, dann gab es Brot.
00:12:21: Wenn die Ernte ausfiel, dann begann der Hunger.
00:12:24: Heute wissen wir dass mehrere ungewöhnlich nasse Sommer eine Kettenreaktion ausgelöst haben damals die schließlich eben Millionen Menschen des Leben kostete.
00:12:31: und so begann einer der größten Katastrophen des mittelalterlichen Europas nicht mit einem Krieg und nicht mit einer Armee sondern mit Regen und mit einem Sommer der einfach nicht kommen wollte.
00:12:41: Und ich habe wirklich schon mehrmals versuchten mir mal vorzustellen wie das so wäre im Mittelalter zu leben.
00:12:47: Und ehrlich gesagt, ich glaube man kann sich das gar nicht so richtig vorstellen.
00:12:51: Weil es gab zum Beispiel kein fließendes Wasser.
00:12:54: Wir sind ja heutzutage total verwöhnt ohne dass wir es überhaupt realisieren.
00:12:58: Es gab damals kein fliesendes Wasser Es gab auch kein warmes Wasser Es gibt keine Heizung Es gab keinen Kühlschrank weil wenn wir Hunger haben dann gehen wir in den Kühl schrank.
00:13:07: da ist immer was drin nehmen uns irgendwas raus Na und wir sind wieder satt.
00:13:11: Und dieser Überfluss in dem wir heute leben, ich glaube das ist uns gar nicht bewusst im Vergleich zu den wie die Menschen damals geliebt haben.
00:13:18: Natürlich gilt es leider nicht für alle Menschen auf der Welt.
00:13:20: auch heute noch kämpfen sehr viele Familien in verschiedenen Regionen der Erde täglich darum genug zu essen zu haben.
00:13:27: Die Gründe dafür sind unterschiedlich.
00:13:29: oft ist es die Armut oder Konflikte zwischen Ländern.
00:13:31: Das dürfen wir nie vergessen.
00:13:33: Und damit sind wir auch schon am Ende unserer heutigen Folge.
00:13:36: Ich hoffe das Thema hat euch gefallen, ich fand es schon wahnsinnig interessant und ich hoffe das war euch nicht zu düster.
00:13:42: aber mir war das schon nochmal wichtig da eine Folge drüberzumachen weil ich glaube das Thema kennen so viele gar nicht!
00:13:47: Und ich freue mich wenn ihr in zwei Wochen wieder rein hört dann haben wir wieder ein spannendes Thema für euch.
00:13:52: Wenn euch die Folge gefallen hat dann besucht uns auf unserem Instagram Kanal.
00:13:56: Da bekommt ihr in der Woche wo es keine neue Folge gibt immer ein kleines Wissensleckerli.
00:14:00: also schaut da mal vorbei Bis dahin.
Neuer Kommentar